Was ist DfMA? Design for Manufacture & Assembly

In letzter Zeit rückt ein bestimmtes Akronym in der Welt des Offsite-Bauens zunehmend in den Mittelpunkt. DfMA (Design for Manufacturing and Assembly) ist ein ingenieurtechnischer und baulicher Ansatz, bei dem der Schwerpunkt darauf liegt, Produkte, Gebäude oder Bauteile so zu entwerfen, dass sie sich leicht herstellen und montieren lassen. Doch DfMA ist mehr als nur Fachjargon. Es handelt sich um einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie Gebäude entworfen werden.

Design mit Blick auf die Fertigung

Bei der traditionellen Bauplanung geht man vom Gebäude aus und arbeitet sich rückwärts zum Baugrundstück vor. DfMA kehrt diesen Ansatz um. Die Frage lautet: Wie gestalten wir das Projekt so, dass es effizient hergestellt und problemlos montiert werden kann?

Das bedeutet, dass man sich Gedanken über Plattengrößen machen muss, die zu Ihrer Presse passen. Über Verbindungsdetails, die auf Ihrer CNC-Maschine geschnitten werden können. Über Montageabläufe, bei denen ein Kranführer nicht drei Teile gleichzeitig halten muss. Es bedeutet, die Fertigung vom ersten Tag an in die Konstruktionsplanung einzubeziehen.

Konstruktion im Hinblick auf Fertigung und Montage

Was sind die Vorteile von DfMA?

Die Vorteile von DfMA (Design for Manufacture and Assembly) liegen darin, dass Gebäude und Bauteile von Anfang an unter Berücksichtigung der Fertigungseffizienz und der Montage vor Ort entworfen werden.

1. Schnellere Projektabwicklung und höhere Effizienz

DfMA ermöglicht es, in den Fertigungsstätten mehr Arbeit zu erledigen, während parallel dazu die Baustellenvorbereitung erfolgt. Standardisierte und wiederholbare Arbeitsabläufe verbessern die allgemeine betriebliche Effizienz, was sich wiederum wie folgt auswirkt:

  • Kürzere Fertigungszyklen und eine schnellere Montage vor Ort
  • Frühere Nutzung des Gebäudes
  • Verkürzte Bauzeiten
  • Weniger wetterbedingte Verspätungen
  • Eine besser vorhersehbare Produktionsleistung
  • Verbesserte Skalierbarkeit

2. Geringere Kosten und weniger Abfall

Durch Designoptimierung und Standardisierung lassen sich Verschwendung und Ineffizienzen reduzieren. Kosteneinsparungen ergeben sich aus:

  • Geringerer Personalbedarf
  • Weniger Nacharbeit
  • Weniger Verzögerungen auf der Baustelle
  • Verbesserte Materialausnutzung
  • Bessere Beschaffungsplanung
  • Geringerer Aufwand für Vorbereitungsarbeiten und Standortkosten

3. Bessere Abstimmung der Gestaltung

DfMA erfordert eine frühzeitige Zusammenarbeit zwischen:

  • Architekten
  • Ingenieure
  • Hersteller
  • Installateure

Dies verbessert:

  • Kollisionserkennung
  • Baubarkeit
  • Service-Integration
  • Logistikplanung
  • Installationsreihenfolge

4. Unterstützt Nachhaltigkeitsziele

DfMA steht in engem Einklang mit Initiativen für kohlenstoffarmes und nachhaltiges Bauen. Zu den Vorteilen zählen:

  • Reduzierter CO₂-Fußabdruck
  • Geringere Auswirkungen auf den Verkehr
  • Geringere Beeinträchtigung des Geländes
  • Effizientere Materialnutzung
  • Einfachere Integration nachhaltiger Holzsysteme

5. Ermöglicht Automatisierung und digitale Arbeitsabläufe

DfMA lässt sich gut mit BIM und Fertigungstechnologien kombinieren, was folgende Vorteile bietet:

  • Direkte BIM-zu-Fertigung-Workflows
  • CNC-Integration
  • Automatisierte Produktionsdaten
  • Digitale Zwillinge
  • Produktionsüberwachung
  • Integration in die Smart Factory

DfMA im Holzbau und in der Vorfertigung

In der Praxis beeinflusst DfMA Entscheidungen in jeder Phase. Es bestimmt, wie ein Holzrahmen konstruiert wird, wie eine CLT-Bodenplatte dimensioniert wird und wie ein SIP-Wandsystem für die Lieferung zusammengestellt wird. Das ist der Grund, warum manche Fertigungsunternehmen ein Haus innerhalb weniger Tage bauen können, während andere dafür Wochen benötigen.

Software spielt dabei eine zentrale Rolle. Bei hsbcad bildet DfMA die Grundlage, auf der unsere Software aufbaut. Von automatisierten Verbindungsbibliotheken und CNC-fertigen Ausgabedaten bis hin zu Werkzeugen für die Plattenoptimierung und die Montagereihenfolge bietet hsbcad Holzbau- und Vorfertigungsunternehmen eine Planungsumgebung, in der DfMA-Prinzipien zur Standardpraxis gehören. Wenn Ihre Planungswerkzeuge für die Vorfertigung konzipiert sind, sind DfMA-Prinzipien fest in den Arbeitsablauf integriert. Standardisierte Verbindungen, automatisierte Zuschnittlisten, fertigungsreife Ausgabedaten: Das sind keine Zusatzfunktionen, sondern der Standard.

DfMA – Ein automatisierter Arbeitsablauf vom Planungsbüro bis zur Fertigung

DfMA ist eine Kultur, die man in jede Entscheidung einfließen lässt – von der ersten Linie im Modell bis zur letzten Platte auf dem Lkw.  

Sind Sie bereit, das DfMA-Konzept in Ihrem Unternehmen umzusetzen? Kontaktieren Sie uns – wir zeigen Ihnen gerne, wie das in der Praxis aussieht.

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Autor:
hsbcad